Auf dem Apfelweg herrliche Ausblicke übers Köllertal genießen

SZ vom 15.09.2016 – Text: Fredy Dittgen, Foto: Remigius Philippi

Markierte Wanderstrecken starten am Obersalbacher Dorfgemeinschaftshaus – Drei Routen im Angebot

Der „grüne Apfelweg“ ist vier Kilometer lang, die gelbe Variante 10,6 Kilometer. Der „rote Apfelweg“ verlangt dem Wanderer schon deutlich mehr ab: Die Strecke misst 17,8 Kilometer, zu bewältigen sind 295 Höhenmeter.

„Immer den Äpfeln nach“, heißt es seit elf Jahren in Obersalbach-Kurhof. Damals hatte der Obst- und Gartenbauverein (OGV) anlässlich der Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ drei Wanderwege – die so genannten Apfelwege – ausgearbeitet und markiert. Dabei handelt es sich um Rundwanderwege, die mit Apfelschildern in den Farben Gelb, Grün und Rot gekennzeichnet sind. Startpunkt ist jeweils das Dorfgemeinschaftshaus, wo eine Wanderkarte Auskunft über Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten gibt. Der „grüne Apfelweg“ ist vier Kilometer lang und führt über 110 Höhenmeter. Vom Dorfgemeinschaftshaus aus geht es zunächst über die Schwarzenholzer Straße bis zum Friedhof und von dort über einen Feldweg, durch die Kurhofer Straße, Dorfstraße bis zur Hilgenbacher Höhe und durch den Naturpark Kallenborn und die Straße Zum Weiherwald ans Dorfgemeinschaftshaus zurück. Der „gelbe Apfelweg“ ist 10,6 Kilometer lang. 175 Höhenmeter sind zu bewältigen. Die Route verläuft vom Startpunkt durch die Weiherwaldstraße, den Kallenborn entlang eines Naturlehrpfades über Waldwege bis zur Hilgenbacher Höhe und von dort erneut über Wald- und Feldwege zum Ausgangspunkt zurück. „Beide Strecken sind kinderwagentauglich“, sagt Remigius Philippi, der Vorsitzende des OGV Obersalbach-Kurhof. Der „rote Apfelweg“ verlangt dem Wanderer schon deutlich mehr ab. Die Strecke ist 17,8 Kilometer lang, man bewältigt 295 Höhenmeter und braucht fast vier Stunden für die Strecke. Vom Dorfgemeinschaftshaus, durch den Kallenborn, über die Hilgenbacher Höhe, den Hohlweg, die Dorfstraße und die Schwarzenholzer Straße wandert man hoch zur historischen Römerstraße (L 140) und von dort durch Feld und Wald zurück zum Dorfgemeinschaftshaus. Sehenswürdigkeiten gibt es auf allen Strecken reichlich. So den Naturpark Kallenborn, die Dorfkirche mit den Fenstern des weltberühmten Glaskünstlers Brian Clarke oder die uralte Zigeunereiche an der ehemaligen Römerstraße. Herrliche Ausblicke übers Köllertal, bis nach Frankreich oder bis zum Schaumberg genießt man von der Langenfelder Höhe, von der Hilgenbacher Höhe und von der Kup. Auch Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden. So im Gasthaus Zur Tenne, im Haus Kallenborn, im Clubheim des Obersalbacher Fußballvereins, an der Weiheranlage in Niedersalbach oder der „Hundehütt“ am ehemaligen Heusweiler Sender. Allerdings sollte man sich vor Antritt der Wanderung nach den Öffnungszeiten erkundigen. Am 4. Juni 2005 wurden die drei Wanderwege offiziell eröffnet, 227 Wanderer nahmen damals daran teil. Wie werden die Strecken heute frequentiert? Remigius Philippi schätzt, dass jährlich mehrere Tausend Wanderer unterwegs sind. „Immer wieder fragen Wandervereine bei mir nach“, so Philippi. Noch ein Indiz gibt es für die hohe Nachfrage: am Startpunkt Dorfgemeinschaftshaus sowie im Kallenborn liegen kostenlose Flyer mit der Routenbeschreibung aus. Dazu Philippi: „Im letzten Jahr hatten wir 5000 Flyer bestellt, alle sind weg.“

Das könnte Dich auch interessieren …